Kaum sind sie geboren, schon stellen sie unser bisheriges Leben auf den Kopf!

By Iris Augsburger 6. July 2012 09:20
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Kaum sind sie geboren, unsere Kleinen, schon stellen sie unser bisheriges Leben auf den Kopf! Manch einer hat sich schon gewundert, über die plötzliche, persönliche Veränderung frischgebackener Eltern. Langjährige Freundschaften ist schon zerbrochen, weil die jungen Eltern ihren kinderlosen Kollegen auf die Nerven gehen mit allzu detaillierten Geburtsgeschichten. Auch die Konsistenz des Windelinhaltes dürfte (noch) kinderlose Kollegen nicht sonderlich interessieren. Sind die Kleinen dann grösser, unterbrechen sie angeregte Diskussionen unter Erwachsenen gerne, indem sie ins Gespräch plappern oder derweil  Unsinn anstellen. Die Kollegin, welche das gemeinsame Telefongespräch dauernd unterbricht, indem sie mit ihrem neben ihr liegenden Säugling gurrt, schnurrt und knuddelt  kennen Sie sicher auch – wirklich befremdend. Das gegenseitige „sich überbieten“ mit den Leistungen des eigenen Kindes ist ebenfalls ein etwas eigenartiges, jedoch sehr häufig vorkommendes Verhalten von jungen Eltern. Bestimmt haben Sie auch schon mal ein solches Gespräch belauscht oder waren selber involviert. Unsere Kleinen sollen und dürfen im Mittelpunkt stehen, es gibt nichts Schöneres als aktive, fröhliche und lebendige Kinder. In  meinem Job stehen die Kinder und ihre Bedürfnisse ständig im Mittelpunkt.  Aber sie werden angeleitet und geführt und die Eltern können sich in Gruppen mit Gleichgesinnten austauschen. Nimmt das „Kind steht im Mittelpunkt-Gehabe“ jedoch bei jeder sich bietenden Gelegenheit Überhand, finde ich dies ein überaus unangenehmes und gefährliches Verhalten. Wie soll denn ein Kind lernen, dass sich auch im späteren Leben nicht immer alles um die eigene Person drehen wird, wenn es seit seiner Geburt ständig als „Dominator“ behandelt wird?  
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Wie zentral dürfen die Kleinen im Mittelpunkt stehen?

By Tamar Venditti 6. July 2012 09:18
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Es gibt wenige Dinge auf der Welt die langweiliger sind als Gespräche zwischen Kleinkind-Müttern: „Stell dir vor, gestern hatte die Kleine doch tatsächlich innerhalb von zwei Stunden dreimal die Windeln voll.“ „Du Glückliche, meine Kleine hat seit zwei Tagen nicht mehr. Ich weiss gar nicht mehr, was ich machen soll.“ „Warum probierst du es nicht mit Apfelsaft? Also bei meiner Kleinen wirkt der wahre Wunder...“ So geht das stundenlang und solchen Müttern zuzuhören ist nicht spannender als zwei leidenschaftlichen Briefmarkensammlern beim Fachsimpeln über Sondermarken und Datumsstempel zuzuhören. Ganz klar, wenn sich Gespräche nur um Kinder drehen, dann ist das zum Gähnen langweilig. Nun sind Kinder aber nicht bloss ein Hobby, sondern das Einzigartigste was ein Mensch in seinem Leben zustande bringen kann.  Jede deiner originellen Ideen kann man kopieren, deine Karriere kriegt jeder ähnlich begabte Mensch unter den richtigen Bedingungen auch hin, aber die Kinder, die du mit deinem Partner zeugst, die kann dir keiner nachmachen. Kein Wunder also, dass sie uns vom ersten Moment ihrer Existenz an voll und ganz in Beschlag nehmen. Völlig verständlich, dass Vieles, was uns einst so wichtig war, seinen Reiz verliert angesichts des ersten Lächelns und der ersten Schritte. Keine Frage, dass wir alles stehen und liegen lassen, wenn unser Kind vom Baum gefallen ist und verarztet werden muss. Wer seine Kinder liebt, der kann gar nicht anders, als sein Leben so zu leben, dass es diesen kleinen Menschen gut geht. Er darf auch nicht anders. Heisst das also, dass wir uns voll und ganz in den Dienst unserer kleinen Gebieter stellen sollen? Dass nur noch Pasta Bolognese auf den Tisch kommt, weil unser Nachwuchs sich weigert, Pasta Carbonara zu probieren? Dass wir nur noch die Menschen zu uns einladen, die auch unseren Kindern genehm sind? Dass wir Ende Monat unseren letzen Rappen für das Überraschungsei ausgeben, das sich der Kleine ertrotzen will? Nicht doch! Gerade weil uns unsere Kinder so viel bedeuten, dürfen wir das nicht tun, denn spätestens nach drei Jahren hätten wir nichts mehr zu Geben – weder Geld noch Energie noch aufrichtige Liebe -, überliessen wir das Kommando voll und ganz den kleinen Monstern. Ausgebrannte, verbitterte Eltern sind wohl etwas vom Schlimmsten was man einem kleinen, fröhlichen Menschen antun kann. Deshalb geht es gar nicht anders, als hin und wieder zu sagen: „Mein liebes Kind, jetzt bin ich dran. Du magst toben, soviel du willst, aber diese drei Tage alleine lasse ich mir nicht nehmen.“ Vielleicht wird man aber auch mal sagen müssen: „Mein lieber Chef, mir ist klar, dass es für die Firma wichtig wäre, dass ich für ein Jahr nach Timbuktu gehe, aber wissen Sie, ich habe Kinder und die bedeuten mir mehr als die Firma.“ Beides nicht leicht durchzuziehen, aber wer Kinder hat, kommt  nicht darum herum.
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Paaapi, mir ist langweilig!

By Daniel Sommerhalder 6. July 2012 09:15
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  Ab und an tönt mir dieser Satz an einem regnerischen Sonntag aus dem Mund meines älteren Sohnemanns entgegen. Klar doch, dass ich mich sogleich daran mache, ein tolles Schlechtwetter-Unterhaltungs-Programm mit Einstieg, Hauptteil und Schlusspunkt zu organisieren. Es kann doch nicht sein, dass es meinen Kindern langweilig ist, genau deswegen muss ich sie doch beschäftigen. Schliesslich ist dies meine Pflicht als Vater. Wer jetzt zustimmend mit dem Kopf nickt, dem muss leider gesagt sein, dass die vorherigen Sätze meinerseits nicht ganz ernst gemeint sind. Ich finde es toll, wenn man seinen Kindern ab und an ein Aktivprogramm bietet, doch genau so wichtig ist auch, dass sie mit Langeweile klarkommen und sich auch selber beschäftigen können! Kinder müssen nicht immer im Mittelpunkt stehen, ansonsten gewöhnen sie sich plötzlich noch daran. Was hart tönt, ist gut gemeint. Wenn Kinder Strategien gegen Langeweile entwickeln, ist ihnen am meisten geholfen. Anregungen dürfen ruhig gegeben werden, aber immer in der Art, dass die Kids selber auf Ideen kommen können. Natürlich muss diese Taktik altersgerecht umgesetzt werden. Klar ist, dass man einen Dreijährigen nicht einfach in die Ecke stellen und gleich viel Eigeninitiative erwarten kann, wie diese ein sechsjährigen Kindergärtner entwickelt. Meines Erachtens ebenfalls schlechte Mittel gegen Langeweile sind solch tolle elektronische Babysitter wie Fernsehen oder Spielkonsolen. Doch auch hier gilt: Auf das richtige Mass kommt es an. Verbieten soll und kann man solche Geräte nicht, aber wenn der Nachwuchs bei schönstem Wetter den halben Nachmittag mit Super Mario verbringt und dadurch bald mehr Muskeln am Daumen als in den Beinen hat, stimmt das Gleichgewicht nicht wirklich. Gerade bei Jungen ist der Bewegungsdrang ja enorm. Für mich gilt der Leitsatz: „Langeweile ertragen zu können, ist die beste Suchtprävention“! Können Kinder bereits in jungen Jahren selber Ideen entwickeln, was man mit der langen Weile anfängt,  umso besser können sie dies auch später im richtigen Leben. So, das war’s von meiner Seite... was mach ich jetzt bloss mit der restlichen Zeit heute...?  
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Wie zentral dürfen die Kleinen im Mittelpunkt stehen?

By Kathrin Baumgartner 6. July 2012 09:10
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Keine einfache Frage und doch ein alltägliches Thema. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass mein Kind nicht ständig im Mittelpunkt stehen muss… trotzdem kommt dies öfter vor, als es mir lieb ist. Ob ich alleine etwas für mich oder auch gemeinsam als Paar etwas unternehmen will – die Betreuung gehört immer organisiert. Bin ich dann endlich unterwegs, schweifen meine Gedanken immer wieder zu meinem Kind. Beruhigend und entspannend ist jeweils die Gewissheit, dass dieses eine gute Betreuung geniesst. Zu Hause halte ich zwar unseren Haushalt in Schwung, ist dies jedoch erledigt,  geht es wieder ums Kind. Das tägliche Zeitmanagement, die Ausrichtung der Mahlzeiten, die Freizeit, alles richtet sich nach den Bedürfnissen unseres Sohnes. Stellt sich so die eingehende Frage überhaupt noch? Ich bin seit 14 Monaten Mutter und habe meine Meinung bereits etwas revidiert. Für mich dürfen Kinder sehr wohl und sehr oft im Mittelpunkt stehen, es muss aber auch noch Platz für mich als Frau und Berufsfrau, für uns als Paar, sowie für die alltäglichen Verrichtungen bleiben. Ich habe einige Zeit gebraucht, um das zu organisieren aber jetzt klappt es ganz gut und ich wage die Behauptung dass wir eine kleine, glückliche Familie sind, bei der das Kind sehr oft im Zentrum steht.  
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